“Übersleben”- frappant´s not dead- 4.12.09

1. Dezember 2009 von c

eine Vorstellung noch – zur Betonung, daß es im Frappant weiter geht.

Am 30.11. lief der Zwischennutzungsvertrag für die Künstler im Frappantgebäude aus. Weil aber niemand weiß, wohin mit der Kunst und anderen Klamotten, bleiben alle einfach, wo sie sind. Nirgendwo ist es besser als in dem Gebäude mit dem schönsten Blick über ganz Altona.

Strom und Wasser gibts nach wie vor-

WIR SPIELEN ALSO AM 4.12.2009, 21:30, NOCH EIN LETZTES MAL

“Man gewöhnt sich an alles. Das ist natürlich ein Gemeinplatz.”          (Die Memoiren einer Überlebenden, London, 1974)

Im Anschluss wollen wir mit euch den Zustand der renitenten Trägheit feiern: Einfach dableiben, wo wir sowieso schon sind. Charlotte Pfeifer legt ihre Lieblingshits auf. Tanzen gestattet.

“Das Haus, als Maschine gesehen, ist kaputt”- Kritik

30. November 2009 von c

http://wortpong.wordpress.com/

Über den Zusammenbruch der Ordnung geht es in dem Stück „Übersleben“, das zum vorerst letzten Mal am Freitag, den 4. Dezember, morgen also, aufgeführt wird. Charlotte Pfeifer, die „Übersleben“ nach Doris Lessings „Die Memoiren einer Überlebenden“ konzipiert hat und spielt, wollte „Theater machen für Menschen, die kein Theater mögen“ und das ist ihr ganz ausgezeichnet gelungen. Die „Theater-Installation“, wie sie es nennt, ist spannend und überraschend. Sie zieht in den Bann, verstört auch manchmal, hat großartige Bilder und ebenso tolle Musik (in der Tat ist sie manchmal fast ein Videoclip. Die Musik stammt übrigens von Pascal Fuhlbrügge). Ganz hervorragend passt das Gebäude, in dem gespielt wird: Das Frappant-Gebäude in der Neuen Großen Bergstraße, das als „Maschine gesehen“ ebenfalls kaputt ist und, wenn alles schlecht läuft, bald einem Ikea weichen wird. Hingehen!

MartinS

“Freiräume”- Kritik

30. November 2009 von c

www.hamburgtheater.de

Freiräume

Hoch oben über den Dächern ihrer hat eine Frau ihre kleine Insel der Ordnung eingerichtet. Um sie herum befindet sich das Land in Auflösung. Warum bleibt unklar, aber die Zeichen deuten auf eine stattgefundene oder bevorstehende Katastrophe hin. Durch die Fenster ihres Hochhauses ist zu beobachten, dass die Menschen unten herum streunen auf der Suche nach Unterschlupf und Essbarem. Ein Mädchen namens Emily wird ihr zur Obhut gegeben. Mit Emilia und deren Hundetier Hugo versucht sie ein Stück Normalität aufrecht zu erhalten. Doch Emily bleibt im Gegensatz zu ihr nicht im Schutz der Wohnung. Sie wagt sich hinaus, zu den herumstreunenden, elternlosen Kindern und zu den herumvagabundierenden Jugendlichen. Sie versucht zusammen mit ihrem Freund eine neue Ordnung zu erschaffen. Sie will das Chaos für einen Neubeginn nutzen. Doch ihr Projekt scheint zu scheitern. Die Kinder werden im Verlauf des Experiments immer mehr zu triebgesteuerten Tieren. Aber dann geschieht das Unglaubliche: Eine Tür öffnet sich und das bisher Unglaubliche wird erkennbar.

Charlotte Pfeifer hat für ihr Theaterprojekt die ideale Location gefunden. In der obersten Etage des halb verwahrlosten und halb besetzten Frappant-Gebäudes wird die Atmosphäre, die Doris Lessing in ihrem Roman "Die Memoiren einer Überlebenden" zeichnete, perfekt unterstützt. Projektionen von den heruntergekommenen Zimmern aus dem Haus kontrastieren mit Videoszenen von wucherndem Gras und Unkraut. Die Frau hat sich bestens ihrer Umwelt angepasst. So kullert sie zu Beginn der Performance aus der Coach. Sie will nicht auffallen; ihr Kleid ist aus dem Sofabezug geschneidert. Die Frau malt immer wieder unsichtbare Wörter und Zeichen auf die Coach und den Fußboden. Erst ganz am Schluss werden sie sichtbar: Als das Schwarzlicht angeht, leuchten die weißen Schriftzeichen fluriszierend. Eine beeindruckende, faszinierende Theaterarbeit, die zeigt, wie wichtig Freiräume für die Kunst und das Leben sind. Sie findet wunderbare Bilder für einen Raum, in dem sich Realität und Vision durchdringen.

Birgit Schmalmack vom 2.12.09

Letzte Vorstellung im November!

30. November 2009 von c

Heute läuft der Nutzungsvertrag aus. Wir spielen sozusagen bis zur letzten Minute:

Heute zwei Vorstellungen um 19:00 und um 21:00.

Danach Sekt und Bier trinken.

hot nights in cold buildings: “zurück zum Beton”

28. November 2009 von c

tonight´s the night-

das ganze Gebäude wird befeiert.

Wir spielen um 21:00 “Übersleben”,

um 23:00 die Party  “zurück zum Beton” zur Beteuerung, daß dieses Gebäude kein Schandfleck ist. Im selben Raum wie die Theaterinstallation, 6.Stock.

DJs: Richard von der Schulenburg, Pascal Fuhlbrügge, Chinchi, Visuals: Arne Bunk

Premiere

27. November 2009 von c

Was für eine feine Premiere! Heute müde, aber glücklich. Um 21:00 gehts weiter.

Bis gleich.

Generalprobe

25. November 2009 von c

heißt mit anderen Worten: morgen Premiere.

zurück zum Beton

25. November 2009 von c

Party zur Beteuerung, daß dieses Gebäude kein Schandfleck ist, und zur Feier der Theaterinstallation “Übersleben”.

DJs: Richard von der Schulenburg (it´s), Pascal Fuhlbrügge (it´s, materie), Chinchi

Videobilder: Arne Bunk

in den Räumen der Theaterinstallation “Übersleben”, Frappant, Große Bergstraße, Altona

23:00

ACHTUNG! TERMINÄNDERUNG

17. November 2009 von c

Aufgrung aktueller Ereignisse um das Gebäude gibt es Terminänderungen!

Premiere wie bisher am 26. November, 21:00, Frappant, Große Bergstraße

weitere Aufführungen vom 27.-30. November, 21:00.

Am 30. November Doppelvorstellung: 19:00 und 21:00.

LETZTER TAG VOR DEM OFFIZIELLEN RAUSWURF!

Blick von der Bühne auf die Stadt

16. November 2009 von c

Blick aus dem Frappant